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Benzodiazepine sind Beruhigungsmittel, die unter anderem eine angstlösende und schlaffördernde Wirkung entfalten. Schätzungen zufolge erhalten mehr als 1,5 Millionen Deutsche über Monate oder gar Jahre Benzodiazepine.

1957 wurde mit dem Wirkstoff Chlordiazepoxid die erste Substanz aus der Gruppe der Benzodiazepine synthetisiert und 1961 unter dem Handelsnamen Librium in die Medizin eingeführt. Diazepam, besser bekannt unter dem Markennamen Valium®, folgte 1963. Alle weiteren Substanzen aus der Klasse der Benzodiazepine leiten sich von Chlordiazepoxid und Diazepam ab.

Einsatzgebiet und Wirkung

Benzodiazepine haben vor allem eine angstlindernde und beruhigende Wirkung. Bedrohliches wandelt sich in eine leicht verkraftbare Unwichtigkeit, Unruhe verschwindet, Furcht zerrinnt. Hauptsächliche medizinische Anwendungsgebiete von Benzodiazepinen sind daher vor allem Angststörungen, Erregungs-, Spannungs- und Unruhezustände sowie psychotische Symptome. Benzodiazepine werden auch als Beruhigungsmittel vor operativen Eingriffen, bei epileptischen Anfällen, Tetanus, Fieberkrämpfen und anderen Zuständen mit erhöhtem Muskeltonus (Muskelanspannung) eingesetzt.